Amazonas Touren und Expeditionen in Brasilien

Der Regenwald am Oberlauf des Rio Negro Der Regenwald am Oberlauf des Rio Negro Jungle Base Camp Jungle Base Camp

Touren

Programmablauf

Abenteuer am Oberlauf des Rio Negro


1. Tag

Sehr frühes Aufstehen und Transfer zum Flughafen. Abflug nach São Gabriel da Cacho­eira. Nach Ankunft in São Gabriel da Cacho­eira und Trans­fer vom nahe­gele­genen Flug­hafen in die Stadt. Ein­holen der Geneh­migung zum Betre­ten der Indi­aner­gebiete. Danach Ein­schiffen. Der moto­ri­sierte Ein­baum fährt zunächst, meister­lich ge­steuert, durch die berüch­tigten Strom­schnellen von São Gabriel und danach zum Jungle Base Camp welches nach cirka 2 Stunden Fahrt erreicht wird. Im rus­tikal ein­gerich­teten Camp wird in Hänge­matten ge­schlafen, die in einem mit Piaçaba Reet über­dachten Raum aufgehangen sind. Dieser, sowie die „Kantine” und Medi­tation­sraum liegen auf einem Felsen direkt am Ufer des Rio Negro. Diese Räum­lich­keiten sind mit Mos­kito­schutz­gittern aus­ge­stattet. Das Essen wird auf einem Lehm­ofen und auf dem offenen Feuer bzw. Grill zube­reitet. Direkt am Camp stehen eine Anzahl von Bäumen und Sträu­chern mit aller­lei typi­schen Früchten, an denen sich nicht nur die Aras, Papa­geien und viele Sing­vögel laben. Das Base Camp liegt auf einem cirka 20 ha großen Urwald­grund­stück. Am Nach­mittag er­folgen hier die ersten Erkun­dungs­gänge. Über­nach­tung im Base Camp.

Tukano-Kinder Tukano-Kinder Die Stromschnellen von São Gabriel Die Stromschnellen von São Gabriel Capivaras Capivaras Arraus-Schildkröte Arraus-Schildkröte

2. Tag

Das für den weiteren Verlauf nicht benö­tigte Gepäck wird im Camp zurück­gelassen. Abfahrt mit dem Ein­baum Rio Negro abwärts und dann in den Curicuriari in Richtung der Indiosiedlung São Félix (circa 1½ Stunden). In der Siedlung heißen uns die Indios der Sprach­gruppe Tukano will­kommen. Nach einem Rundgang durch die Sied­lung dem Über­geben von Geschenken, erleben wir eine Vor­führung tradi­tionel­ler Stammes­tänze und sind zu einem gemein­samen Mittags­mahl eingeladen. Danach wollen wir weiter und fahren den Curicuriari noch ein gutes Stück fluss­auf­wärts bevor wir ankern. Der Ein­baum wird vertäut, Motor und Benzin ver­steckt und wir schla­gen das Camp nach einem Fuß­marsch von cirka 2 Stunden auf. Während des Trails werden wir mögli­cher­weise auf Wild­tiere stoßen. Heimisch sind hier u.a.

  • Säugetiere

    Boto (Fluss­delfine), Faul­tiere, Capi­vara (Wasser­schweine), Tapire, Riesen­otter, Paka, Pekari, schwarze und braune Brüll­affen, Kapu­ziner­affen, Spinnen­affen

  • Fische

    Zierfische, Piranhas, Pirarucú

  • Reptilien

    Buschmeister, Lanzen­otter, Erz­spitz­nattern, Kaimane, Grüner Leguan

  • Amphibien

    Pfeilgiftfrösche, Baum­steiger­frösche

  • Schildkröten

    Arraus

  • Spinnen

    Theraposa leblondi (Vogel­spinnen), Geißel­spinnen, Latraodectus mactans (Schwarze Witwe), Loxoceles Phoneutria, Lycosas

  • Papageien und Aras

Papagei Papagei Marsch zum Fuße des „Dornröschen Gebirges” Marsch zum Fuße des „Dornröschen Gebirges”

3. Tag

Wieder frühes aufstehen. Unsere heutige Wan­derung führt durch dich­ten Regen­wald bis zum Fuße des „Dornröschen Gebirges”, so genannt wegen seiner Kon­turen die einer schla­fenden weib­lichen Gestalt gleichen. Hier schlagen wir unser Lager auf. Insgesamt werden wir cirka 4 Stunden unter­wegs gewesen sein, immer mit genügend Rast und Zeit zum foto­gra­fieren und kurze, aber inte­res­sante, Ent­deck­ungen zu machen. Während die Gruppe sich in den Hänge­matten aus­ruht berei­ten die flei­ßigen Guides das Abend­essen auf offenem Feuer. Beim Feuer sitzt man auch zusam­men um den Ge­schich­ten zuzu­hören die vom Urwald, von den Flüssen, den Menschen und den Tieren erzählen, wobei der mythische Flussdelphin und der gefährliche Jaguar nicht fehlen dürfen. Die Tiere des Waldes stimmen das Schlaflied an.

4. Tag

Der Aufstieg Der Aufstieg

Den heutigen Tag kann man als eine Berg­wan­derung bezeichnen. Nach insgesamt 4 Stunden Auf­stieg mit mehreren Pausen, da das Wandern bei der hohen Luft­feuch­tigkeit, even­tuell sogar Regen und auf schwie­rigen Boden, doch recht an­stren­gend sein kann, errei­chen wir einen para­diesisch an­mu­tenden Wasser­fall der sich mitten im Jungle ur­plözt­lich vor einem auftut. Wir sind direkt unter dem Gipfel der Bela Adormecida. Während der Wan­de­rungen in kurz ein­geleg­ten Pausen oder auf Inkur­sionen ab dem Camp, er­klären die Guides das eine oder andere Wunder des ama­zo­nen­sischen Regen­waldes. Über­nach­tung im Camp am Wasser­fall (ist jedem 5-Sterne-Hotel vorzuziehen).

Erfrischendes Bad am Wasserfall Erfrischendes Bad am Wasserfall Unser Guide bereitet Medizin zu Unser Guide bereitet Medizin zu Urwaldriesen Urwaldriesen

5. Tag

Wir halten uns den Tag auf der Bela Adormecida auf und erfor­schen in Muße Flora und Fauna des Berg­regen­waldes. Die kundigen Indio­führer sind uns dabei von großem Nutzen, denn Sie kennen den Wald wie sonst niemand. Sie zeigen uns einige der vielen Nutz- und Medi­zinal­pflan­zen, erklären die Inter­aktion der Arten, machen auf Wald­tiere und Ihre Spuren auf­merk­sam, zeigen wie man ohne Werk­zeuge Not­unter­künfte in Minuten errich­tet uvm. Da man am Wasser­fall herr­lich baden kann, ist auch für Spaß und Er­fri­schung gesorgt.

6. Tag

Der Abstieg zum Aus­gangs­punkt unserer Wande­rung durch den Berg­regen­wald dauert cirka 4 Stunden. Am Fuß der Berg­kette an­ge­langt schlagen wir wieder das Camp auf und benützen die ver­blei­bende Zeit bis zum Dunkel­werden um die hier hei­mische Pflan­zen- und Tier­welt zu beob­achten und zu foto­gra­fieren. Wir will kann sich aber ein­fach nur in seine Hänge­matte ver­krie­chen und sich von der Wan­de­rung ausruhen.

7. Tag

Die heutige Wanderung führt durch Tief­land­regen­wald zurück zu unserem sicher ver­täuten Ein­baum, den wir nach cirka 2 Stunden errei­chen. Das Kanu wird flott­gemacht und wir fahren in Richtung São Félix und den Rio Curicuriari ver­las­send weiter bis wir das Jungle Base Camp errei­chen. Hier richten wir uns für die nächsten 2 Tage häus­lich ein. Die Zeit wird ver­bracht mit Baden im Rio Negro, Angeln mit unseren Guides, viel­leicht sogar einen Matrinchã, einem Amazonas „Lachs”, der noch jedes Mahl zum lukul­lischen Genuss werden lässt. Andere Fisch­arten sind der Tambaqui oder der Riesenwels Tucunaré. Sie sollten ver­suchen, es den Guides nach­zu­machen und die Fische mit der Machete „angeln”. Hoch inte­res­sant zu beob­achten ist auch die tradi­tio­nelle Zu­berei­tung der Maniok­wurzel, der Haupt­nahrung der Indi­aner d.h. eigent­lich aller Bra­sil­ianer. Abends sitzen alle gemüt­lich beim Lager­feuer zusammen und tauschen Ge­danken und Erfah­rungen aus die auf dieser oder anderen Touren gesammelt wurden. Es werden Freund­schaften geschlossen.

Ein Beispiel für Amazoniens einzigartige Flora Ein Beispiel für Amazoniens einzigartige Flora Salesian church in São Gabriel da Cachoeira Salesian church in São Gabriel da Cachoeira

8. Tag

Aufenthalt im Jungle Base Camp mit Aktivitäten wie oben beschrieben.

9. Tag

Vormittags Rückfahrt nach São Gabriel da Cachoeira. Ein „richtiges” Hotel bzw. Pousada, mit kom­for­tablen Unter­künften, erwartet die Gruppe. Bei einem eis­gekühl­ten Caipirinha erholen wir uns zunächst von den „Stra­pazen und Entbehrungen” in der Wildnis und schlafen in kom­for­tablen Unter­künften. Vorher lernen wir noch die alte Gren­zer­stadt auf einem Rund­gang kennen. São Gabriel de Cachoeira war Mitte des 19. Jahrhunderts nichts weiter als eine der vielen portu­giesi­schen Urwald­fes­tungen und bestand aus einem Dorf und einem Dutzend Sol­daten­unter­künften. Mittel­punkt war die stroh­ge­deckte Kirche von 1750, die seit Anfang des 20. Jahr­hun­derts Sitz der Sale­sia­ner­mis­sion ist. Ansonsten unter­halten hier das brasil­iani­sche Heer und die Luft­waffe ihr Urwald­regiment, das die Grenzen zu Vene­zuela und Kolum­bien sichern soll. Auß­erdem ist hier die Bundes­poli­zei stationiert, die dem regen Drogen- und Waffen­schmug­gel der Region auf der Spur ist. Zum Abend­essen genie­ßen wir ein solides Pfeffer­steak à la maison, oder Ähnliches, im besten Res­taurant des Städtchen.

10. Tag

Transfer zum Flughafen für Rückflug in die Heimat via Manaus und São Paulo.