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Ticuna-Índios bekämpfen die eigene Kriminalität

2. Mai 2009


Ticuna-Indianer der Gemeinde Umariaçu II in Tabatinga, Bundes­staat Amazonas, haben kürz­lich laut der Zei­tung „A Crítica“ aus Manaus eine Art von Poli­zei­dienst ge­schaf­fen, die die Ein­fuhr von alko­holi­schen Ge­trän­ken in die Region sowie den Dro­gen­konsum und -handel ver­hindern soll. Außerdem wurden Kon­trol­len der Fahr­zeuge durch­geführt, die nicht zum Dorf gehören, und eine ständige Über­wachung stra­tegi­scher Punkte ein­gerich­tet. Die Poli­zis­ten, 60 frei­willige Índios, die ehemals Mili­tär­dienst in der Region von Taba­tinga leisteten, fangen Besucher mit „ver­däch­tigen Objek­ten“ vor dem Dorf ab und schlichten selbst häus­lichen Streit. Seit der Ein­führung des Dienstes vor vier Monaten wurden mehr als 40 Ticuna-Indianer fest­ge­nommen, vor allem junge Männer, die nach dem Konsum von Alkohol oder anderen Drogen in Messer­stechereien ver­wickelt waren. Inzwischen ist die Krimi­nali­tät um 80% in der Gemeinde zurück­gegangen.