Der Amazonensische Regenwald
Während der achten UN-Artenschutzkonferenz (COP 8) in Curitiba Ende März 2006 erklärte das brasilianische Umweltministerium, in den kommenden drei Jahren, weitere 210.000 km² Amazoniens unter Naturschutz zu stellen. Das Gebiet, das 4,2% des Bioms in Brasilien repräsentiert, ist ca. fünfmal so groß wie der Bundesstaat Rio de Janeiro. Der Plan ist Teil des 2002 geschaffenen Programmes „Schutzgebiete Amazoniens“ (Arpa), das auch die Einteilung in Einheiten mit unterschiedlichem Schutzgrad vorsieht und bis 2012 abgeschlossen werden soll. Seit der Einführung des Programms wurden bereits 160.000 km² unter Naturschutz gestellt. Laut brasilianischem Umweltministerium fehlen nur noch 20.000 km², um die erste Phase abzuschließen, in der 90.000 km² unter vollen Naturschutz gestellt und weitere 90.000 km² zur nachhaltigen Nutzung ausgeschrieben werden. Die Kosten des Programms Arpa wurden auf 400 Millionen US$ geschätzt. Die für die erste Phase notwendigen 81 Millionen US$ wurden in einer Partnerschaft zwischen der brasilianischen Regierung, der Global Environment Facility (GEF) - einem multilateralem Finanzierungsinstrument für Projekte globalen Umweltschutzes, der deutschen KfW-Bank und dem WWF-Brasilien beschafft.