Amazônia Legal
Höchstens 10% der Fläche der Planungsregion Amazônia Legal dürfen künftig in den Händen von Ausländern sein laut einem Gesetzesentwurf der brasilianischen Regierung, den Präsident Lula noch dem Kongress zur Begutachtung vorlegen muss. Momentan liegt die Obergrenze bei 25% in ganz Brasilien.
Der neue Höchstwert gilt für den Kauf von Landbesitz durch Ausländer in der Planungsregion, die die Bundesstaaten Amazonas, Acre, Rondônia, Mato Grosso,Tocantins, Roraima, Amapá, Pará und einen Teil des Maranhão umfasst, während im Rest des Landes der alte Prozentsatz beibehalten bleiben soll. Die Begrenzung ist dabei für drei Kategorien gültig: für Ausländer, die in Brasilien leben, für ausländische juristische Personen mit Sitz im Land sowie für brasilianische juristische Personen, die durch ausländisches Kapital kontrolliert werden. Dies ist die juristische Lösung, um der ausländischen Invasion in Amazonien Einhalt zu gebieten und von Landeshoheit zu sprechen.
Der Regelung im Kongress wurde dabei der Streitpunkt des Landkaufs von Brasilianern/innen überlassen, die mit einem ausländischen Partner verheiratet sind. Natürliche Personen ohne Wohnsitz in Brasilien sowie juristische Personen ohne Genehmigung in Brasilien zu operieren sind in Zukunft vom Landerwerb ausgeschlossen. Die Fläche ausländischen Eigentums in ganz Brasilien summiert sich derzeit auf 36.620 km². Die Gesamtfläche des Landes beträgt 8.547.404 km².