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Flüsse der Amazonasregion steigen wieder nach Jahrhundertdürre

3. November 2010


Die Flüsse Rio Negro und Solimões steigen langsam wieder an, nachdem am 24. Oktober der Pegel auf den nie­drig­sten Stand seit Beginn der Mes­sun­gen im Jahr 1902 gefallen war. Mit 13,63 Metern lag der Rio Negro sogar unter der bis­herigen Negativ-Rekord­marke von 13,64 Metern im Jahr 1963. Mit dem heutigen Wasser­stand des Rio Negro von 14,06 Metern bei Manaus und weiteren gestie­genen Flüssen in der Nähe der beson­ders betrof­fenen Regionen der Orte Tabatinga, Careiro da Várzea, Parintins, Itaupeua und Coari, scheint die bisher größte Dürre der Geschichte Amazoniens über­standen zu sein. Ihr sicheres Ende kann jedoch nach Angaben des Geo­logischen Dienstes Brasi­liens (CPRM) noch nicht erklärt werden. Laut Zivil­schutz haben 40 Gemeinden den No­tstand aus­ge­rufen, in denen über 62.000 Familien von der Außen­welt abge­schnitten waren und teil­weise noch sind. Alarm­bereit­schaft besteht weiter.

Insgesamt 115 Regionen werden vom CPRM im Bundes­staat Amazonas überwacht, von denen 20 an den wichtig­sten Fluss­betten liegen. Die Mes­sungen an abge­legenen Orten werden seit 2006 wöchent­lich von eigens dazu trai­nier­ten soge­nannten hydro­graphischen Beob­achtern vor­genommen und die Werte tele­fonisch nach Manaus durch­gegeben, während der Prozess in anderen Regionen bereits auto­matisiert ist.